Wer wir sind und was wir wollen

Liuka am 28.10.2005

Liuka - Liudmila Kryuchyk und Katja Striefler am 28.10.2005

Aktuelle Zeitdiagnosen, mögen sie auch sonst unterschiedliche Standpunkte haben, sind in einem Punkt gleichlautend: Unsere Gesellschaft ist im Umgang mit den sozialen wie auch den natürlichen Ressourcen in keiner Weise nachhaltig, sie ist verbesserungsbedürftig und -würdig. Die Erfahrung in den letzten Jahrzehnten mit Versuchen, hier positive Impulse zu einem Prozeß des Umdenkens zu geben, haben gezeigt: die Ursachen der Fehlentwicklungen sitzen tief, an ihrer Behebung müssen sich alle fortschrittlichen gesellschaftlichen Kräfte beteiligen. Fortschritt kann in diesem Zusammenhang nur eines bedeuten: "Fortschreiten zu mehr Menschlichkeit" (Bertolt Brecht). Solche grenzenübergreifenden Gespräche und Diskussionen zu ermöglichen, hat sich das Forum für Politik und Kultur zur Aufgabe gesetzt.

Das Forum gibt es seit 1987. Es versteht sich als ein Ort der Kommunikation unterschiedlicher gesellschaftlichen Gruppen und Initiativen über alle Parteigrenzen hinweg. Wir wollen Mitglieder, Gäste und Interessenten aus Bürgerinitiativen und Stadtteilgruppen, Gewerkschaften, Parteien, Umweltbewegung und Kulturinitiativen sowie anderen gesellschaftlichen Organisationen zusammenführen und einen Dialog über mögliche Reformen des gesellschaftlichen Lebens intensivieren. Wir wollen Pfade aufzeigen, die aus der Zuschauerdemokratie herausführen und neuen Bürgersinn befördern. Das geschieht in Veranstaltungen mit ExpertInnen und Laien, in Workshops, Zukunftswerkstätten, Exkursionen, Ausstellungen, Reiseberichten, Lesungen und Arbeitskreisen.

Der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy eröffnet unsere neue Saison 2003/2004

Der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy eröffnet unsere neue Saison 2003/2004

Mittlerweile hat das Forum für Politik und Kultur rund 150 Mitglieder. Sie tragen durch ihre aktive Arbeit den als gemeinnützig anerkannten Verein. Es gehört zum Selbstverständnis des Forums, daß es sein Domizil auf dem Faust-Gelände in Linden gefunden hat, das eines der herausragenden innovativen und kulturellen Zentren der Landeshauptstadt Hannover ist.

Die Kernaktivität unserer Arbeit besteht in der Durchführung politischer, wissenschaftlicher und kultureller Veranstaltungen. Wir wollen Denkanstöße für politische Veränderungsprozesse geben und bewahrenswerten Traditionsbestände alter und neuer sozialer Bewegungen in Erinnerung rufen.

Zu den politischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen laden wir i.d.R. ReferentInnen ein und gestalten Diskussionsforen und Workshops über Themen wie Globalisierung und Regionalisierung, Nachhaltige Entwicklung, alternative Wirtschaftspolitik, Regenerative Energien und Zweite Moderne. Dabei kommen Laien und Experten, Befürworter und Gegner von gesellschaftspolitischen Projekten zusammen, um Lösungen für lokale und globale Probleme anzuregen.

Im kulturellen Bereich organisieren wir Dichterlesungen, Buchbesprechungen und Kleinkunstveranstaltungen. Künstlern und Wissenschaftlern bieten wir die Gelegenheit, über ihre theoretischen und praktischen Arbeiten bzw. Erfahrungen zu berichten.

Zu unseren Gästen zählten bisher u.a.: Salim Alafenisch, Elmar Altvater, Oskar Ansull, Joaquín Baquero , Edelgard Bulmahn, Dagmar Dreke , Wolfgang Franz , Peter Hennicke, Rudolph Hickel, Regine Hildebrandt, Vitorio Hössle, Bengt Kiehne, Otto Kreye (t), Burkart Lutz, Oskar Negt, Peter von Oertzen, Heribert Prantl, Franz Reichert (t), Alfred Tacke, Frank Teichmüller, Rolf Sternberg.

Eines unserer zentralen Anliegen ist die Schaffung politischer Netzwerke. Wir kooperieren daher mit Organisationen und Institutionen, wie dem DGB, Bildungsverein, Arbeit und Leben, Umweltzentrum Hannover, REFLEX, Raschplatz Pavillon und FAUST.